Produziert im Süden – konsumiert im Norden
Weltweit erzeugen Kakaobäuerinnen und -bauern rund fünf Millionen Tonnen Kakaobohnen pro Jahr. Die grössten Kakaoanbauländer sind die Elfenbeinküste und Ghana, auf die fast die Hälfte der weltweiten Kakaoproduktion entfallen. Mehr als ein Drittel der Kakaobohnen wird in Europa verarbeitet.
Am meisten Kakao wird in Westafrika angebaut
In der letzten Kakaosaison 2024/2025 wurden weltweit rund 4,7 Millionen Tonnen Kakao produziert. Die Elfenbeinküste und Ghana sind nach wie vor die beiden grössten Kakaoanbauländer und machen 49 % der weltweiten Kakaoproduktion aus, gefolgt von Ecuador mit 12 %. In Asien ist Indonesien das grösste Produzentenland.
Die Kakaoproduktion hat in den letzten 40 Jahren stetig zugenommen, wobei bis zu 95 % der Kakaobohnen auf den internationalen Rohstoffmärkten gehandelt werden. Der Kakaomarkt ist volatil und verschiedenen Trends und Fluktuationen unterworfen. Die Auf- und Abschwünge werden unter anderem durch politische Unsicherheiten, wetterbedingte Produktionsausfälle und Überproduktion in den Erzeugerländern ausgelöst. Der letzte Tiefstand der Preise wurde 2016/2017 erreicht, als eine Rekordernte die Preise auf den niedrigsten Stand seit zehn Jahren fallen liess. Seitdem verzeichnen die Preise einen stetigen Anstieg.
Europa ist führend in der Kakaobohnen-Verarbeitung
Kakaobohnen werden rund um den Globus zu Kakaomasse, Kakaobutter, Kakaopulver, Schokolade und anderen Kakaoerzeugnissen verarbeitet. Dabei wird etwas über ein Drittel der jährlichen Ernte in Europa vermahlen. Allein in den Niederlanden werden rund 600’000 Tonnen oder 12 % der Bohnen vermahlen. In der Schweiz beträgt die Menge rund 57’000 Tonnen Kakao, was knapp 1 % der weltweiten Kakaoproduktion entspricht.
Import von Kakao in die Schweiz
Die Schweiz importiert Kakaobohnen hauptsächlich aus Ghana und der Dominikanischen Republik. Im Jahr 2025 wurden rund 140’000 Tonnen Kakao und Kakaoprodukte importiert (verglichen mit 142’777 Tonnen im Jahr 2024). Dies entspricht einem Import von rund 122‘750 Tonnen Kakaobohnen-Äquivalenten (verglichen mit 126’534 Tonnen im Jahr 2024).* Lediglich ein kleiner Teil wird in Form von Halbfertig- oder Fertigprodukten importiert. Exportiert werden Kakaobohnen-Äquivalente hauptsächlich in Form von ungefüllter Schokolade und unentfetteter Kakaomasse.
*Der Begriff Kakaobohnen-Äquivalent bezieht sich auf die Summe aller importierten Kakaoerzeugnisse (d.h. Kakaobutter, Kakaopulver usw.), die anhand der von der ICCO festgelegten Umrechnungsfaktoren in Kakaobohnen umgerechnet werden. Die Umrechnungsfaktoren zur Bestimmung des Bohnenäquivalents von Kakaoerzeugnissen lautet: Kakaobutter 1,33, unentfettete Kakaomasse 1,25, Kakaopulver und entfettete Kakaomasse 1,18, Schokolade und Schokoladenerzeugnisse 0,40, Schokoladenerzeugnisse, die nur die Hälfte der normalen Kakaomenge enthalten, 0,20. (Quelle: ICCO, QBCS, Bd. XLVIII Nr. 1.)



